Integrations-Fonds Hilden (IFH)

Nachhaltige Integration von Flüchtlingen in den lokalen Arbeitsmarkt

 

  • QIAGEN GmbH und die Rotary Club Hilden-Haan Stiftung sind Initiatoren des IFH und legen den finanziellen und personellen Grundstock für die Umsetzung.
  • IFH ist ein offener Fonds, d.h. die Beteiligung von Firmen, Organisationen und Bürgern wird angestrebt.
  • Besonderer Wert wird auf die Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden und der Kreisverwaltung gelegt.
  • Vorhandene Aktivitäten im Raum Hilden, die mit dem Projektziel kompatibel sind, sollen eingebunden werden.
  • Der Rotary Club Hilden-Haan nutzt seine bestehenden Verbindungen, die Fa. QIAGEN stellt Arbeitsplätze, Trainingsräume und Sachmittel zur Verfügung.
  • Die Projektteilnehmer werden anhand eines mehrstufigen Qualifizierungsverfahrens ausgewählt.
  • Das Auswahlverfahren zur Ermittlung der Projektteilnehmer zielt darauf ab, dass ein dem hiesigen Standard entsprechendes Qualifikationsprofil sichergestellt wird.

Projektbeteiligte mit ihren Netzwerken

  1. Rotary Club Hilden-Haan Stiftung
  2. Firma QIAGEN GmbH, Hilden
  3. Jobcenter / IntegrationPoint / BA MettmannBildungsträger: WIPA GmbH
  4. Bürgermeister der Städte Hilden, Haan, Erkrath
  5. Sozialreferate der Städte Hilden, Haan, Erkrath
  6. Hildener Industrieverein/Wirtschaftskreis ME
  7. Kreishandwerkerschaft Mettmann
  8. AWO Hilden und Sozialverbände/-vereine
  9. Ehrenamtliche Flüchtlingshelfer

"Integration unterstützen und kulturellen Austausch fördern"

Grillfest des IFH am 12. Juli 2017

Um die Integration zu unterstützen und ein Kennenlernen sowie den kulturellen Austausch zu fördern, veranstaltete der Integrations-Fonds Hilden (IFH) gemeinsam mit den Bürgermeistern von Haan, Hilden und Erkrath ein Grillfest mit und für Flüchtlinge. Der IFH wurde vom Rotary Club Hilden-Haan und der Firma QIAGEN GmbH initiiert mit dem Ziel, Flüchtlinge nachhaltig in den lokalen Arbeitsmarkt zu integrieren. Besonderer Wert wird auf die Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden und der Kreisverwaltung gelegt.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Michaela Noll, begrüßt dieses Engagement und freute sich über die Möglichkeit, mit Flüchtlingen ins Gespräch zu kommen. "Integration in die Gesellschaft gelingt am besten über die Integration in den Arbeitsmarkt. Deshalb sind Initiativen wie der IFH so wichtig. Hier kommen alle entscheidenden Akteure zusammen und leisten ganz praktische Unterstützung", so Noll. Die Bürgermeisterin der Stadt Haan, Dr. Bettina Warnecke, betonte das besondere Verhältnis, das zwischen Qiagen, der Stadt Haan und den Rotariern entstanden sei und freute sich über die Unterstützung, die den Flüchtlingen dadurch zuteil werde."

Erste Bilanz - Pressekonferenz am 9.2.2017

Pressemitteilung

 

Integrations-Fonds Hilden vermittelt erste Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt

 

Ganzheitliche Betreuung soll langfristige Beschäftigungschancen eröffnen

 

HILDEN, 9. Februar, 2017 – Der Integrations-Fonds Hilden (IFH) hat heute eine erste Zwischenbilanz seiner Initiative gezogen, die sich eine nachhaltige Integration von Flüchtlingen in den regionalen Arbeitsmarkt zum Ziel gesetzt hat. Gemeinsam mit weiteren Projektpartnern hat der IFH, erst Ende 2015 von der Stiftung des Rotary Clubs Hilden-Haan (RSHH) und QIAGEN gegründet, bislang 20 Kandidaten identifiziert und beruflich, sprachlich sowie kulturell weiterqualifiziert. 15 von ihnen konnte der Fonds mittlerweile in Praktika in Unternehmen im Kreis Mettmann vermitteln, für zwei weitere wird aktuell noch ein Platz gesucht.

 

„Wir sind mit dem ersten Jahr sehr zufrieden“, sagte Dr. Jürgen Schmidt, Vorstand der Rotary Stiftung Hilden-Haan (RSHH). „Unser ganzheitlicher Ansatz, den Prozess von der gezielten Auswahl bis zur erfolgreichen Vermittlung zu begleiten, hat sich bewährt. Davon profitieren langfristig Kandidaten wie auch die Unternehmen. Natürlich hoffen wir nun, dass sich weitere Firmen uns anschließen, um möglichst vielen Flüchtlingen mit echter Bleibeperspektive auch eine echte Beschäftigungsperspektive zu eröffnen.“

 

„Gesellschaftliche Integration kann nur über Arbeitsmarktintegration gelingen“, sagte Dr. Oliver Dick, Produktionsleiter von QIAGEN. „Gerade wir als Firmen, die seit Jahrzehnten fest in der Region verankert sind, stehen in der Pflicht, vor Terror und Krieg geflüchteten Menschen berufliche Zukunftsperspektiven in unserer Umgebung zu eröffnen.“ Die bisherigen Erfahrungen in seinem eigenen Unternehmen, das selbst vier Flüchtlinge beschäftigt, schätzt Dick durchweg positiv ein. „Alle haben sich hervorragend in ihre Teams integriert, aber vor allem begeistert uns die Motivation, die die Teilnehmer an den Tag legen.“

 

Um sich für einen Praktikumsplatz zu qualifizieren, mussten die Kandidaten, die u.a. aus Syrien und Eritrea stammen, einen eigens entwickelten Bildungsprozess erfolgreich absolvieren. Bei der Auswahl wurden Menschen mit beruflichem Ehrgeiz und Bildungswillen gesucht, die motiviert sind, in Deutschland zu bleiben. Deshalb gehört die Vermittlung von Sprache und Kultur zu den Grundbausteinen des Konzepts.

 

„Unsere gemeinschaftliche Überzeugung lautet: Nur die Aufnahme qualifizierter Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt verspricht langfristigen Erfolg, entlastet die öffentlichen Kassen und gibt den Menschen ihre Würde und die Möglichkeit eines selbstbestimmten Lebens zurück“, erklärte Martina Würker, Geschäftsführerin des jobcenters ME-aktiv, das ebenso in das Projekt eingebunden ist wie die Wirtschafts- und Sprachenschule „WIPA“, die als Bildungspartner für die Sprach- und Kulturvermittlung verantwortlich zeichnet.

 

Das Konzept des offenen Integrations-Fonds Hilden sieht vor, dass die Bewerber im Anschluss an das Praktikum einen Zeitvertrag erhalten und den Unternehmen während der gesamten Zeit zur Verfügung stehen. Nach erfolgreichem Projekt-Abschluss besteht die Option auf Übernahme in ein festes Arbeitsverhältnis.

 

Für das Jahr 2017 hat sich der Fonds zum Ziel gesetzt, möglichst viele, weitere Gruppen in dieses erfolgreiche Konzept einzubinden und so nachhaltig in Beschäftigung zu bringen. Im Kreis Mettmann waren im Dezember 2016 950 geflüchtete Menschen aus den 8 Asyl-Herkunftsländern arbeitslos gemeldet. Rund 2500 geflüchtete Menschen wurden im Integration Point des jobcenters ME-aktiv betreut.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Rotary Club Hilden-Haan Stiftung